Arnim Töpel

Kurpfalz

Vom Dialekt

Arnim Töpel
Unn – kennsch misch noch?
Warum Kurpfälzisch nicht sterben darf.
Die Zukunft: Dialekt im Museum? Ein paar lebenslustige Senioren sitzen in einer stilisierten Stube an einem groben Holztisch und prosten sich zu. Zur Freude der umstehenden Besucher, die kein Wort verstehen, aber begeistert sind von den urtümlichen Lauten, mit denen man sich früher offenbar verständigen konnte: „Ähna geht noch!“ – „Unn fott mit!“ – „Hopp, hopp, hopp, Schoppe in de Kopp!“ Von 10 bis 18 Uhr verdienen sich die Rentner hier im Nostalgie-Center zwischen Schreibmaschinen, Dreschflegeln, Bonanza-Rädern, Bettpfannen und anderen historischen Gerätschaften ein kleines Zubrot. Bald hat jeder Zuschauer seinen Favoriten. Für die Amerikaner ist es der „Bruddla“ mit seinem unnachahmlichen „Ououououou, geh fott!“ Japaner zeigen sich regelmäßig begeistert vom „Zorniggl“. Nur zu gerne lassen sie sich von ihm als „Liejebeitel, dreggedde“ beschimpfen.mehr lesen